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Rezension: Emil Nolde - Aquarelle - Dumont 2011

Der vorliegende Kalender zeigt 12 Aquarelle des 1867 in Nordschleswig geborenen Malers Emil Nolde .
Einer biographischen Übersicht auf dem 14. Kalenderblatt entnimmt man alles Wesentliche zu diesem Künstler, der 1956 in Seebüll verstarb und in dessen Haus sich seit 1957 das Nolde-Museum befindet.

Auf den Kalenderblätter werden folgende Aquarelle gezeigt:
Sonnenblumen (Deckblatt)
Tänzerin
Überschwemmung
Zwei Papageien
Zwei Frauen und Mann
Violetter Mohn
Spanierin
Sommergarten
Frauenbildnis
Spätsommer
Rote und gelbe Dahlien
Herbstmeer
Sternenwandler

Die einzelnen Aquarelle werden auf Kalenderblatt 13 erklärt. Am meisten angetan bin ich von dem Aquarell "Überschwemmung", weil es von der Farbgebung lyrisch gestimmt ist. Hier zeigt sich auf subtile Weise, dass Nolde ein Magier der Farben war.

Sehr beeindruckend auch ist das kontrastreiche Farbspiel über dem Bauernhof von Seebüll und seine wundervollen Blumenimpressionen.

Die Bilder eignen sich dazu, dass man sie nach Ablauf des jeweiligen Monats mit einem Rahmen versieht und auf diese Weise nette Mitbringsel gestaltet. Überzeugen Sie sich von der Schönheit der Bilder anhand der Dia-Show auf diesem Blog.



Die Kalendertage wurden dezent am unteren Ende oder an der Seite eines Bildes angebracht.


Rezension: DuMonts Weinkalender 2011

Die stimmungsvollen Farbfotografien auf dem vorliegenden Kalender hat Max Galli realisiert. Aus der Feder von Karin Lambert stammen die hochinformativen Texte. Die Kalenderblätter dieses Kalenders sind aufklappbar. Auf der oberen Seite kann man sich schöner fotografischer Impressionen von Weinbergen, Weinflaschen und Fässern erfreuen. Auf dem unteren Seite sind jeweils die Tage eines Monats aufnotiert, zudem ist Platz für Notizen geschaffen worden. Des Weiteren kann man im Rahmen der Texte, die rechts auf dem unteren Kalenderblatt zu lesen sind, Wissenswertes über Weinaunbaugebiete und Weine in Deutschand, der Schweiz sowie Italien erfahren.

Fotografisch abgelichtet sind auf den oberen Seiten der Kalenderblätter:

Eine Präsentation von Weinen des Weingutes Meßmer in Burrweiler bei Landau
Der mit Borke bedeckte Stamm einer Rebe
Fritz Keller vom badischen Weingut mit dem Weinkritiker Stuart Pigott
Weinberg im Frühling
Im Keller der Fattoria dei Barbi in Montalcino
Die idyllisch in den Weinbergen gelegene Burgruine Ehrenfels zwischen Rüdesheim und Assmannshausen
Weinberge in der Südpfalz
Grauburgundertrauben kurz vor der Weinlese
Alte Weine vom Weingut J.B.Becker aus dem Rheingau
Blick auf das in Weinberge eingebette Ribeauville
Weine vom Weingut Bercher-Schmidt aus Oberrotweil am Kaiserstuhl vor der herbstlichen Kulisse
Verschneite Weinberglandschaft bei Jenins


In den Texten wird man über Weinverkostung, sprich Degustation aufgeklärt. Man erfährt das Wichtigste zum Thema Rebschnitt und über das Anbinden, das als Erziehungssystem für die Reben angewendet wird. Der Wein aus Baden wird thematisiert. Hier bleibt das Genossenschaftswesen nicht unerwähnt, da ein Drittel der Rebfläche in Baden von Genossenschaftswinzern bearbeitet wird. Über die Tätigkeit des Winzers in den Weinbergen im Frühling wird auch berichtet. Hier erfährt man, was geschieht, wenn sich fünf Blätter entwickelt haben.

In einem kleinen Beitrag zur Toskana, dem Land der Sangiovese-Trauben, werden die dortigen wichtigen Weine genannt und ein Blatt später über den Rheingau und die dortige Riesling-Rebe informiert. 80% der Rebfläche im Rheingau ist übrigens mit der "Königsrebe" bepflanzt.

Die Kurzbeschreibung der Südpfalz in der Folge ist gut gelungen und dem Grauburgunder wird kurz darauf auch angemessen gehuldigt. "Ruländer", wie er mitunter bei uns genannt wird, soll vom Begriff her auf den Speyerer Kaufmann Johann Seger Ruland zurückgehen, der um 1711 die Verbreitung des aus der Champagne in die Pfalz gelangten Grauen Burgunders voran trieb.

Über Weinraritäten wird man aufgeklärt, bevor man einige Informationen zum Weingebiet Elsass und schließlich zum Weingebiet am Kaiserstuhl erhält. Dort sollen die ersten Reben im Jahre 1815 von einem Arzt gesetzt worden sein. Mittlerweile verfügen die Orte des Kaiserstuhls über eine Rebfläche von 4500 Hektar und stellen das größte Weinanbaugebiet Badens dar. Auf dem Dezemberblatt fragt Karin Lambert: "Haben Sie schon einmal einen Wein aus der Schweiz getrunken? Ja, sogar sehr guten, antworte ich ihr im Geiste. Weshalb der Wein aus der Schweiz so delikat schmeckt, erfährt man von der Autorin. Die Zauberworte heißen : Böden, Kleinklimata und natürlich gute Winzer.

Auf dem 13. Kalenderblatt sind auf der unteren Seite die Schulferien für alle Bundesländer Deutschlands aufgezeichnet.

Rezension: Häfen der Welt- Dumont 2011

Dieser wunderschöne Kalender mit traumhaften Fotos der Bildagentur Huber/R.Schmid zeigt auf den 12 Kalenderblättern folgende Häfen:

Hafen von Puerto de Mogan, Gran Canaria, Spanien
Yachthafen von Auckland, Neuseeland
Hafen von Hydra Stadt, Insel Hydra, Griechenland
Hafen von Honfleuer, Normandie, Frankreich
Hafen von Penzance, Cornwall, Großbritannien
Hafen von Portefino, Ligurien, Italien
Hafen von Paraty, Rio de Janeiro, Brasilien
Yachthafen von Cannes, Provence-Alpes -Cote d`Azur, Frankreich
Stadt und Hafen von Alesund, Norwegen
Yachthafen an der Golden Bridge, San Francisco, Kalifornien, USA
Hafen von Lerici, Legurien; Italien
Hafen von Uummannaq, Grönland, Dänemark

Diesen Kalender werden alle mögen, die an Fernweh leiden und gedanklich oder auch ganz real gerne auf Reisen gehen. Mir gefallen Panoramabilder wie jene vom Hafen von Honfleur in der Normandie oder von Portofino, Ligurien besonders gut, weil von ihnen eine gewisse Zeitlosigkeit ausgeht. Am besten gefällt mir allerdings die Ansicht des Hafens von Uummannaq und zwar der Gletscher wegen, die für mich Ausdruck brüchig gewordener Ewigkeit sind.



Die Kalendertage sind am unteren Ende des jeweiligen Blattes dezent in vier Sprachen angefügt.

Rezension: Rosen und Poesie

Zwölf pralle Rosenstäuße hat der Fotograf Achim Seiffert für diesen traumhaften Kalender abgelichtet. Pro Monat kann man einen Strauß schöner englischer Rosen bewundern und zwar jeweils im oberen Teil eines der aufklappbaren Doppelblätter.

Im unteren Teil sind die Kalendertage eines Monats festgehalten und es wurde Platz geschaffen für kleine Notizen. Zudem wird man mit Gedichten und anderen poesievollen Texten namhafter Dichter und Denker erfreut.


Einen kleinen Vers voller Weisheit hat Heinrich Heine verfasst:


Nichts ist vollkommen
auf dieser Welt,
der Rose ist der Stachel beigesellt;


Ich glaube gar die lieben Engel
im Himmel droben
sind nicht ohne Mängel


Dieser Vers korrespondiert mit einem Strauß "Eden Rose 85" und "Mimi Eden" .


In einer Dia-Show auf der linken Seite dieses Kalenderblogs können Sie einen Eindruck von der Schönheit der abgelichteten Rosen erhalten.

Rezension: Atmenpause

Diesen Kalender schenke ich einem Menschen, den ich aus vorangegangenen Leben bereits kenne und mit dem ich auf spiritueller Ebene immer verbunden bleiben werde, auch in kommenden Leben. Ich weiß, dass ihm die Bilder Freude bereiten werden, dass er die Motive zum Meditieren nutzen wird, insbesondere die Impression "Fjordland-Nationalpark". Ich kann seinen Wunsch gut nachvollziehen, für eine Weile in ein Kloster zu gehen, um Ruhe zu haben und nicht denken zu müssen, sondern den Bildern, die der Seele entsteigen Raum und Zeit zu geben, denn Wünsche dieser Art habe auch ich ab und an.
Ich stelle mir vor, dass die Motive auf dem Kalender solche Seelenbilder sind:
Fjordland-Nationalpark, Neuseeland
Acadia-Nationalpark, Maine, USA
Honshu, Japan
Hug Pont State Park, Oregon, USA
Connemara-Nationalpark, Irland
Mendocino Küste, Kalifornien, USA
Tessin, Schweiz
Ammerfälle, Bayern, Deutschland
Uinta National Forest, Utah, USA
Acadia-Naionalpark, Maine, USA
Golden Bay, Neuseeland
Chamonix, Haut-Savoie, Frankreich.

Die Kalendertage sind am untereren Ende des jeweiligen Kalenderblattes in vier Sprachen dezent festgehalten worden.

Ich erlaube mir an dieser Stelle Meditationsmusik einzubetten. Einen Eindruck von den Motiven können Sie der Dia-Show links auf dem Kalenderblog entnehmen.



Der Raben-Kalender für Tag in Jahr 2011

Dieser Abreisskalender für das Jahr 2011 erfreut den Leser jeden Tag mit einem klugen Gedanken eines namhaften Dichters oder Denkers aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Ferner erfährt man, welche Persönlichkeiten an einem bestimmten Tag geboren sind. Schon bemerkenswert, dass Oscar Wilde und Günther Grass am gleichen Tag zur Welt kamen oder auch Klaus Mann und Victor Hugo.

Einige nette Schwarz-Weiß-Illustrationen sorgen für eine visuelle Belebung des Kalenders, aber diese Bilder sind im Grunde nicht der Rede wert. Der zentrale Punkt sind die Gedanken.

Ich habe mir alle Sentenzen durchgelesen. Bei einigen blieben Fragen offen. Gerne würde ich mir von einem Schweizer die zitierten Worte Andreas Thiels bestätigen lassen, welcher sagt: "Wir Schweizer sind nicht freundlich, wir sind höflich. Die Höflichkeit ist eine grundlegend helevetische Tugend. Die Deutschen, bei deren Umgangsformen die Höflichkeit nicht zuvorderst steht, unterliegen dem Fehler, die schweizerische Höflichkeit als Freundlichkeit zu interpretieren." Ist das wahr? Was bedeutet es, wenn ein Mensch zwar höflich aber nicht nicht freundlich ist? Sagt er dann, entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen jetzt ein Messer in den Rücken ramme?

Gefallen haben mir die Fragen Otto Baumbergers: "Vielleicht ist Sentimentalität die Kehrseite der Herzenkälte? Oder der Denkfaulheit." Sentimentalität ist immer Ersatz für echtes Gefühl. Dass Sentimentalität die Kehrseite von Denkfaulheit sein könnte, ist mir bislang noch nicht in den Sinn gekommen, doch je länger ich darüber nachdenke, um so mehr muss ich Baumbergers Frage bejahen. Kein wirklich quirliger Geist lässt sich auf das schmale Brett seichter Gefühle zerren, sondern steht solchen Brettern immer skeptisch gegenüber.

Sloterdijk drückt sich endlich mal klar aus und verwirrt mich sofort: "Bekanntlich sind Menschen ebenso Konfliktvermeider wie Konfliktsucher, sie wollen den Frieden- und können ihn nicht ertragen." Stimmt das?

Die schönste Sentenz ist m.E. dem 22 September zugeordnet: "Verstanden zu werden, bringt Glück". Ich teile die Meinung Balzac nicht nur in diesem Punkt und wünsche allen Lesern, dass sie des Glückes verstanden zu werden teilhaftig werden. Mitunter ist es nicht einfach das Denken und Handeln seiner Gegenüber zu verstehen.Wir sollte uns alle bemühen allein schon des Glückes wegen, dass wir anderen schenken, ein Glück, das mitunter in unser eigenes Herz zurückkehrt und zwar ganz unsentimental.

Ein toller Kalender.

Rezension: Schönheit des Nordens - Dumont 2011

Cord Pape ist Internist und Kardiologe. Nachdem er seine Liebe zur Fotografie entdeckte, hat er immer wieder die "Schönheit des Nordens" in seinen traumhaften Bildern festgehalten. Primär mit einer Mittel-Format-Kamera von Hasselbad ausgerüstet realisiert er in erster Linie Fotografien in Norwegen, Island und Dänemark. Er soll dort die Einsamkeit, die landschaftliche Vielfalt und den ausgepräften Wechsel der Jahreszeiten sehr mögen.

Folgende Motive sind auf den 12 Kalenderblättern zu sehen:
Fugloyfjord, Nordland, Norwegen
Kjerringoy, Nordland, Norwegen
Andoya,Vesteralen, Norwegen
Eksingdalen, Hordaland, Norwegen
Oksfjorden, Troms, Norwegen
Kjerringoy, Nordland, Norwegen
Bergfjorden,Senja, Norwegen
Flakstadoya, Lofoten, Norwegen
Mosjoen, Nord-Trondelag, Norwegen
Rondane, Hedmark, Norwegen
Vestvagoy, Lofoten, Norwegen
Osterdalen, Hedmark, Norwegen

Die Motive zeigen ungewöhnliche Landschaftsimpressionen. Einsamkeit ist tatsächlich ein immer wiederkehrendes Thema dieser Bilder, selbst wenn im Vordergrund des März-Motivs Schlüsselblumen für eine fast heitere Stimmung sorgen. Eine Blumenwiese vor einem tiefblauen See, im Hintergrund schneebedeckte Berge oder ein einsames Holzhaus vor einem Bergmassiv, das von der Abendsonne in Rot getaucht wurde, ein verlassenes kleines Ruderboot im Wasser und ein Regenborgen, der seine Schönheit nur nur für den Fotografen offenlegt, machen die "Schönheit des Nordens" aus, die für mich Ausdruck unendlicher Ruhe ist. Der Anblick dieser Bilder lässt den Alltag vergessen. Während ich mir die Bilder ansah, habe ich Peer Gynth auf einer CD gehört. Ich habe mir erlaubt mein Lieblingsstück unterhalb der Rezension einzubetten.

Die Kalendertage jedes Monats sind gut lesbar in vier Sprachen am unteren Rand der Blätter festgehalten worden.







Rezension: Deutsches Wattenmeer- Impressionen des Weltnaturerbes- 2011

Der Fotograf Jochen Knobloch bringt dem Betrachter dieses sehr imposanten Kalenders anhand von 12 Motiven das deutsche Wattenmeer nahe.
Abgelichtet sind :
Das Schleswig-Holsteinsche Wattenmeer
Kampen mit Resurant Wonnemeyer, Sylt
Robbenbank zwischen Juist und Nordeney
Die Warf Oland, Schleswig -Holstein
Nord-Ostsee-Bahn auf dem Hindenburgsamm, Sylt
Leuchtturm Westerheversand, Westerhever
Borkum
Segelkarren-Rennen auf dem Rochelsand, Sankt-Peter-Ording
Restaurant "Seeleiste" am südlichen Strand, St. Peter Ording
Insel Föhr
Norderney
Schleswig-Holsteinsches Wattenmeer

Unter dem Watt versteht man übrigens den bis zu 30 km seichten Saum der niederländisch -deutschen Nordseeküste. Bei Ebbe liegt er ganz oder teilweise trocken und wird bei Flut vom Wattenmeer überspült.

Die Bilder zeigen die weitverzweigten Priele, den Schlick, die feuchten Sandlandschaften, Robben, die sich in der Sonne räkeln, ein Leuchtturm inmitten begrünter Abflussrinnen der Gezeitenströme und andere Impressionen mehr.

Am unteren Ende jedes Kalenderblattes sind die Kalendertage dezent verzeichnet. Die Fotos eignen sich gut dazu, sie am Ende des Jahres zu rahmen und zu verschenken...

Rezension: Wege am Meer- Ein Foto-Kunstkalender für 2011 von Rainer Groothuis

Der Fotograf Rainer Groothuis wartet auf diesem Kalender mit zwölf Schwarz-Weiß-Fotos auf, die Motive mit folgenden Titeln zeigen:

Im ostfriesischen Wattenmeer
Am Darßer Weststrand
Blick auf den Vesuv, Hafeneinfahrt Neapel
Fotografiert auf Bornholm
Fotografiert auf Usedom
Fotografiert auf Zeeland
Fotografiert auf Fischland, bei Dierhagen
Fotografiert auf Zeeland
Fotografiert im Ostland von Nordeney
Fotografiert an der Atlanticküste der Bretagne
Fotografiert bei Santa Maria die Castellabata
Fotografiert auf dem Lido vor Venedig

Den 12 eindrucksvollen Bildern, von denen Sie im Rahmen einer Dia-Show am linken Rand des Blogs einen Eindruck gewinnen können, sind Gedichte und Prosatexte beigefügt. Es handelt sich hierbei um:

Björnstjerne Björnson (1832-1010) Das Meer
Theodor Storm (1817-1888) Meeresstrand
Ferdinand Gregorovius (1821-1891) Corsica
Theodor Storm (1817-1888) Psyche
Johann Gaudenz von Salis -Seeweis (1762-1834) Lied zu singen bei einer Wasserfahrt
Ödön von Horvath (1901-1938) Neue Wellen
Victor Hugo (1802-1885) De Wundergrotte
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Gesang der Geister über den Wassern
Charles Baudelaire (1821-1867) Der Mensch und das Meer
Friedrich L v. Stolberg (1750-1819) Lied auf dem Wasser zu singen für mein Auge
Stefan George (1868-1933) Wellen
Rainer Maria Rilke ( 1875-1926) Lied vom Meer 1908.

Wiedergeben möchte ich an dieser Stelle den "Gesang der Geister über den Wassern " von J.W. von Goethe

Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler
Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen.
Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!

Den künstlerisch wertvollen Fotos und schönen Texten sind sehr dezent die Tage eines jeden Monats an der rechten unteren Ecke der jeweiligen Kalenderblätter beigefügt worden.

Rezension: Dresden und die Sächsische Schweiz- Dumont 2011

Dieser Kalender stellt anhand von 24 Motiven- 12 große und 12 kleine Bilder - Dresden und die sächsische Schweiz vor. Der Kalender enthält 12 aufklappbare Doppelblätter. Im oberen Teil sind die großen Motive platziert. Im unteren Teil ist Platz geschaffen worden für die Kalendertage und für Felder, in denen man kleine Tagesnotizen machen kann und für jeweils ein kleines Motiv sowie Bildbeschreibungen in deutscher, englischer und französischer Sprache.


Im Januar kann man den verschneiten Zwinger am Abend bewundern. Auf der Treppe des Französischen Salons liegt Schnee. Ganz nebenbei wird man informiert, dass der Zwinger im Grundriss ein Rechteck ist, das in der Mitte von einem zweiten, sehr schmalen Rechteck mit halbrunden Abschlüssen geschnitten wird.

Einblicke erhält man beim kleinen Januarbild in einen der Räume, in denen die Porzellansammlung im Südteil des Zwingers untergebracht ist. Hier kann man mehr als 20. 000 Exponate aus sechs Jahrhunderten bewundern.

Auf den Folgeblättern lernt man das Neustädter Elbufer im Frühlingsschmuck kennen (großes Bild) und erfährt im Text zum kleinen Bild, dass das "Japanische Palais" seinen Namen der fernöstlich geschwungenen Dachform verdankt.

Die Basteifelsen bei Rathen sollen typische Felsformationen für den Nationalpark Sächsische Schweiz sein.

Unmöglich an dieser Stelle auf aller Motive einzugehen. Schade, dass man das Luftbild des Zwingers nur im kleinen Format sehen kann.

Schloß Pillnitz im Frühling finde ich überaus idyllisch. Imposant erscheint mit das Elbtal mit der Festung Königstein. Der Wall, von dem die Festung umgeben ist, soll bis zu 43 m höher sein als das Land ringsum.

Mit großem Interesse habe ich mir das Foto von der "Gläsernen Manufaktur" angesehen, nicht zuletzt, weil ich in diesem futuristisch anmutenden Bau im Winter 2002 an einem Abend sehr gut gegessen habe. In diesem Gebäude werden übrigens Fahrzeuge der automobilen Spitzklasse des VW-Konzerns endmontiert.

Ein Blick auf die Elbe und auf den Bogenschützen am Königsufer, ein weiterer auf die Semperoper erinnern an die alte Pracht von Elbflorenz. Die Frauenkirche darf man auch bewundern und sich in eine Stadtkarte vertiefen, die verdeutlicht, wo genau in der Stadt sich all  die vielen der abgelichteten Bauwerke befinden.

Wenn ich das nächste Mal nach Dresden reise, werde ich mit Sicherheit Schloss Pillnitz besuchen. Einst wurden dort rauschende Hoffeste gefeiert heute soll der Garten ein beliebtes Ausflugziel sein.

Rezension: Wassergärten- Jürgen Becker- Dumont 2011

Der Fotograf Jürgen Becker erfreut die Betrachter dieses Kalenders mit Wassergärten. Auf den 12 Kalenderblättern sind traumhafte Motive festgehalten, die mich an Märchenlandschaften erinnern.
Bevor ich auf das ein oder andere der Bilder näher eingehe, möchte ich kurz auflisten, um welche Gärten es sich handelt und wo sie aufgenommen worden sind.

Japanischer Garten, Leverkusen, Deutschland
Garten Bahl, Design Jenssen/Bahl, Deutschland
Garten Wenninger, Design Volker Püschel, Deutschland
Garten Nelissen, Design Dick Beijer, Niederlande
Garten Greve, Niederlande
Garten Roeloffs, Niederlande
Garten van den Branden, design A.J. van der Horst, Niederlanden
Garten Cornilly, Belgien
Garten Suhrborg, Design Konrad Wittich, Deutschland
Garten Deferme, Belgien
Garten van Steeg, Design Piet Oudolf, Niederlande
Japanischer Garten, Leverkusten Deutschland

Besonders angetan bin ich vom Garten Nelissen, der nicht grundlos zum Titelbild gewählt worden ist. Der Seerosenteich ist von Kübelpflanzen umrandet. In Form gebrachter Buchs und Rosen sorgen für ein hübsches Dekor. Eine rosa Ramblerrose rankt sich an den Ästen eines alten Baums entlang und sorgt für Schatten um die Mittagszeit, wenn die Besitzer in den Korbstühlen lesen oder ein Schläfchen halten.

Ein Blütenmeer in Rot- und Rosatönen spiegelt sich in dem Seerosenteich des Gartens Roeloff. Selten habe ich solch üppige Hortensienbüsche gesehen. Der Besitzer des Gartens muss sich wie im Paradies fühlen , wenn er sich in seinem Korbsessel räkelt und Erdbeerbowle trinkt.

Ohne Frage ist der edelste der Wassergärten der Garten van der Branden. Dieser Garten könnte von Le Notre kreiert worden sein. Alle Bäume und Sträucher sind in Form gebracht, nur die weißen Rosen dürfen lustvoll blühen.

Die Kalendertage in vier Sprachen am unteren Ende des Kalenderblattes dezent platziert worden.

Rezension: Schottland 2011- Dumont

Dieser wundvolle Kalender zeigt dem Betrachter die landschaftliche Schönheit Schottlands. Dem Dumont-Produkt sind übrigens 3 Postkarten mit Schottlandmotiven beigefügt.

Die 12 Fotos hat der in Dortmund geborene Fotograf Axel M. Mosler realisiert, der in seiner Geburtsstadt Photographie studierte. Fester Bestandteil seiner Arbeiten sind Panoramafotographien, in denen er meisterlich die Aura einer Landschaft einzufangen versteht.

Die Motive dieses Kalenders sind:

Loch Leven, Grampen Montains, Westhighland

Portree, Isle of Skey, Inner Hebrides

St. Abb`s Head, The Borders, South East Coast

Traigh Mor, Barra Island, Outher Hebrides

Trotternish, Isle of Skey, Inner Hebrides

Durness, North Coast

Crovie, North East Coast

Floors Castle, Kelso, The Borders

Queen`s View, Loch Tummel, Grampian Montains, Highlands

Cuillin Mountains, Isle of Skye, Inner Hebrides

Castle Stalker, Loch Linnhe, West Highlands

Tiumpan Head Lighthouse, Isle of Lewis, Outhe Hebrides

Die Landschaften zeigen sehr viel Grün, auch Wasser. Hin und wieder kann man idyllische Häuser und einsame Schlösser erblicken. Jedes Bild strahlt Ruhe aus, vielleicht, weil der Fotograf auf Menschen verzichtet hat.

Ein kleiner, unscheinbarer Streifen am unteren Bildrand ist für die Kalendertage reserviert. Die Botschaft lautet: Was sind Tage, was sind Monate, was ist ein Jahr, gemessen an der Ewigkeit, die durch diese Motive zum Ausdruck kommt?

Rezension:...... geliebte Blumensträuße- Dumotkalender 2011

Nicht immer hat man üppige Blumensträuße auf dem Wohnzimmertisch stehen. Blumen haben ihren Preis und so überlegt man nicht lange, ob man Woche für Woche 50 Euro in die rasch vergängliche Farbenpracht investieren soll oder stattdessen lieber einen hübschen Kalender mit Blumensträußen in der Wohnung anbringt. Gut, Kalenderblätter duften nicht. Ein paar Tropfen Aromaöl (Jasmin, Rose, Nelke etc.) machen jedoch die Illusion perfekt.

Der Kalender "...geliebte Blumensträuße" von Dumont wartet mit 12 prachtvollen Blütenarrangements des Fotografen Maximilian Stock, London auf. Der Reigen beginnt mit weißen Tulpen und Mimosen. Es folgen Veilchen, die gemeinsam mit weißen Frühlingsvorboten eine hübsche Glasvase zieren. Ab März werden die Sträuße immerfort bunter. Nicht alle Blumen kenne ich mit dem Namen, natürlich Akelei und blaue Iris, auch Anemonen und Vergissmeinnicht, doch die die blauen Dolden weiß ich nicht zu bezeichnen und schließe sie vielleicht gerade deshalb, um so mehr in mein Herz ein.

Der Tulpenstrauß gefällt mir gut, noch besser allerdings der Weiß-Rosa-Strauß, den man im Monat Mai 31 Tage betrachten kann. Im Juni habe ich Geburtstag und freue mich schon jetzt auf den dicken Strauß mit Rosen, Glockenblumen, weißem Ginster und vielen anderen Blüten mehr. Sehr romatisch mutet das Juli-Gebinde an. Malven, Levkojen, Schleierkraut, Geranien und andere Paradiesschönheiten erfreuen den Betrachter, bevor ihn im August eine Woge von Orange (Kresse etc.) überrascht, die im September spätsommerlicher Buntheit weicht. Fingerhüte und Felberich, auch Kleeblüten weiß ich zu benennen. Die kleinen blauen Blümchen sehe ich heute das erste Mal. Wie sie wohl heißen mögen?

Wie hübsch der Sonnenblumenstrauß im Oktober das Ende der Blühperiode ankündigt, ganz ohne Melancholie! Sehr edel sind die November- und Dezembersträuße. Farblich sind sie der Jahreszeit angepasst.

Die Wochentage eines Monats kann man übrigens in 4 Sprachen am unteren Ende der Kalenderblätter nachzulesen.

Anhand einer Dia-Show auf der rechten Seite im Blog können Sie sich von der Schönheit dieses Kalenders überzeugen.

Rezension: Buddha - Das kleine Lächeln- Kalender Dumont 2011

Dieser Kalender enthält 12 traumhaft schöne Buddhastatuen. Der Fotograf Günter Heil hat die Buddha- und Budhisattvaskulpturen auf seinen Asienreisen mit großem Einfühlungsvermögen abgelichtet.

Auf dem 13. Kalenderblatt, das den Monatsblättern beigefügt wurde, wird man über die Bezeichnungen Buddha und Bodhisattva näher aufgeklärt. Auf diesem Kalenderblatt erfährt man auch Näheres im Hinblick auf die 12 Buddhastatuen, die man u.a. in Thailand, Nepal, Laos und Tibet besichtigen kann.

Abgelichtet wurden:

Buddha Kassapa (Ananda Paya, Bagan, Myanmar)
Kopf eines liegenden Buddha und ein sitzender Buddha (Wat Phra, Kamphaeng, Phet, Thailand)
Bodhisattva Avalokiteshvara (Dhoka Bahal, Kathmandu, Nepal)
Stehende Buddhas(Wat Xieng Thong, Luang Prabang, Laos)
Buddha Shakyamuni (Mya Zedi, Myinkaba, Bagan, Myanmar)
Stupa (Bodhnatha, Nepal)
Buddha Maireya (Buddha Maireya, Potala, Lhasa, Tibet)
Schreitender Buddha( Wat Sra Si, Sukhothai, Thailand)
Buddha (Mandalay Hill, Mandalay, Myanmar)
Buddha und Bodhisattva (Höhle 20, Yunggang Shiku, Datong, Shanxi, China)
Kopf eines Buddha (Ho Phra Keo, Vientiane, Laos)
Gekrönter Budda, Furcht zerstreuend (Wat Phana Choeng, Ayutthaya, Thailand)

Auf dem Titelbild kann man den Kopf eines liegenden und eines sitzenden Buddhas bewundern. Die Skulpturen entstanden im 14. Jahrhundert in Thailand. In der Stadt Kamphaeng Phet des Sukhotha-Reichs war das wohl bedeutendste Gebäude der Stadt der Palasttempel Wat Phra Keo. Dort befinden sich hinter der Terrasse die beiden schönen Skulpturen. Sie haben in offenbar ungestörter Versenkung den Lauf der Zeit und den Verfall der Gebäude um sie herum überstanden.

Einige der Statuen sind vergoldet. Allen gemeinsam ist die Ruhe und Gelassenheit, die sie auf geheimnisvolle Art ausstrahlen. Die Bilder haben eine beinahe meditative Wirkung. Das kleine Lächeln findet sich in jedem der Gesichter. Das Lächeln ist immer voller Güte. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die Gesamtatmosphäre, die von den Fotos ausgeht, so ungemein friedlich ist.


Die Kalendertage sind gut leserlich- jeweils viersprachig - aufgezeichnet und nehmen nur einen schmalen Streifen auf dem unteren Blattrand ein. Das Hauptaugenmerk gilt den Statuen.

Rezension: Besondere Frauen und ihre Gärten 2011

Dieser wundvolle Kalender gibt Einblicke in 12 Gärten. Die Aufnahmen sind dem gleichnamigen Buch von Eva Kohlrusch und Hary Rogers entnommen, der die Fotos realisiert hat.

Zunächst lernt man den Garten der Lyrikerin Barbara Frischmuth kennen. Dieser Garten befindet sich am Altausee in Österreich. Die Wege laden zum kleinen Spaziergang ein. Die Gesamtkomposition fördert das Nachdenken. Gewiss ist hier schon das ein oder andere Gedicht entstanden.

Sehr gepflegt, ja geradezu edel, wirkt das Anwesen von der Schauspielerin Ruth Maria Kubitschek. Sie hat wie man liest, aus der Wildnis den Garten der Aphrodite am Bodensee geschaffen. Traumhaft. Ein Ausschnitt davon sieht man übrigens auf dem Titelbild. Sehr schön ist der Buchs gestaltet. Die vielen rosa Blüten verleihen dem Garten eine romantische Note.

Ganz anders mutet der Garten der Schulleiterin Erika Jahnke an. Sie ist übrigens Mutter von 5 Kindern. Ihren elterlichen Bauernhof verwandelte sie in einen Landhausgarten, in dem Kletterrosen natürlich nicht fehlen.

Sehr reizvoll auch ist der Einblick in den Garten von Fenna Graf. In ihren Gartenträumen spielt ein Wandelgang mit Glyzinien eine Rolle und viele hübsch bepflanzte Terracotta-Töpfe.

Rosen sowie Buchs sind Gestaltungselemente des Gartens von Babara Ghyczy in den Niederlanden und Stauden sowie Gräser sind die Hauptelemente des Gartens der Landschaftsarchitektin Petra Pelz in Biederitz.

Fasziniert bin ich von den Buchsanpflanzungen der Gartenbuchautorin Kristin Lammerting in Köln und des Märchengartens der Lyrikerin Ulla Hahn, die ihrem Garten sogar einen Gedichtsband gewidmet hat.

Christina -Ricarda Lange, eine pensionierte Lehrerin, hat in Schnega in Niedersachsen eine grüne Oase gestaltet, die zum Ruhen einlädt.

Marianne Foerster setzte im berühmten Garten ihres Vaters in Potsdam -Bornim neue Akzente und Elisabeth Lang bepflanzte ihren Bauerngartenin Reinthal in Bayern ganz zauberhaft .

Eva Kohlrusch, Journalistin und Autorin, nennt einen Barockgarten ihr Eigen. Fast glaubt man auf einen alten Schlossgarten in Frankreich zu blicken. Nicht Le Notre, sondern Eva Kohlrusch hat diesen Garten geschaffen. Eine tolle Anlage. Fürst -Pückler hätte ihr gewiss begeistert zu Füßen gelegen.

Auf dem 13. Blatt sind die Damen abgelichtet. Allen gemeinsam ist ein zufriedenes Lächeln, wie es nur nach getaner Gartenarbeit entstehen kann.

Am unteren Rand der Kalernderblätter sind die Tage des Monats gut leserlich aufnotiert worden.

Ein inspirierender Kalender, der Gartenfreunde sicher zur Tat schreiten lässt.

Rezension: geliebte Rosen- Clay Perry- Dumont 2011

Der britische Fotograf Clay Perry hat bei Ifor Thomas an der Guildford Art School studiert. In vielen englischen Zeitschriften findet man seine Blumen- und Gartenfotos.

Auf den vorliegenden 12 Kalenderblättern kann man dessen Fotos mit üppigen Rosensträußen bewundern. Abgelichtet sind die englischen Rosen jeweils in sehr schönen Blumenvasen. Durch das Jahr 2011 begleiten den Betrachter:

"Winchester Cathedral" und "St. Cecelia"
"Acropolis"
"Deep Secret"
"Magaret Merril" und "The Pilgrim"
"William Shakespeare" und"Viridiflora"
"Chandos Beauty"
"Just Joey" mit Brombeeren
"Jubilee Celebration" und "Honeysuckle"
"Gertrude Jekyll" und "Multi Hip Hop"
"The Pilgrim" mit Frauenmantel"
"Rachel Louise Moran"
"Margret Merril" und "White Gold"

Mein Favorit ist der prachtvolle Strauß mit lachsfarbenen "Just Joey"-Rosen und Brombeeren. Die Brombeeren sind noch nicht reif. Ein Strauß wie dieser hat vor Jahrhunderten bereits gutbürgerliche Wohnungen geziert. Er ist eine Ode an das Paradies. Sehr, sehr schön.

Die Kalendertage, sind gut lesbar am unteren Ende jedes Kalenderblattes aufnotiert und zwar in vier Sprachen.


Rezension: ..geliebte Orchideen - Micha Pawlitzki

Dieser Kalender wird Orchideenfreunde entzücken. Micha Pawlitzki stellt im Rahmen von 12 Kalenderblätter 12 unterschiedliche Orchideen vor. Dabei handelt es sich um:

Odonotoglossum Cultivar
Rhynchostele rossi
Epicattleya "Purple Glory"
Phalaenopsis Cultivar
Cattleya Cultivar
Mokara Cultivar
Cattleya schilleriana
Phalanopsis Cultivar
Miltonia Cultivar
Phragmipedium sedenii
Blc.: Eve Marie Barnett
Phalaenopsis cultivar.


Die einzelnen abgebildeten Orchideen bestechen durch ihre schönen Farben und edlen Formen. Wundervoll wie diese Solitäre vor grünem Hintergrund ihre Schönheit zeigen, teilweise in Farben wie ich sie bislang nur im Frankfurter Palmengarten gesehen habe.


Auf der unteren Seite des jeweiligen Kalenderblattes sind die Tage des Monats in vier Sprache aufnotiert.


Meine Lieblingsorchidee ist die "Miltonia Cultivar". Bislang habe ich es leider nicht geschafft, sie ein zweites Mal zum Blühen zu bringen. Bei der "Phalaenopsis Cultivar" war dies bislang völlig unproblematisch.



Rezension: DuMonts Katzenkalender 2011

Dieser Kalender enthält 12 sehr hübsche Fotografien von Max Galli. Seine Katzenmotive sind wirklich allerliebst. Besagte Bilder nehmen jeweils den oberen Teil des ausklappbaren Kalenderblattes ein. Auf dem unteren Teil sind stets die Tage eines Monates aufnotiert. Hier ist immer genügend Platz für kleine Notizen geschaffen worden. Im unteren Teil stehen auch kleine Prosatexte, die die lieben Kätzchen zum Thema haben. Ferner kann man sich dort auch winziger Katzenaquarelle erfreuen.



In die kleinen Plüschkatzen des Monats April habe ich mich sofort verliebt. Die beiden Süßen krabbeln aus einer Basttasche hervor, die offenbar in einem Erdbeerfeld umgefallen ist. Die grünen Augen dieser Schnurrkätzchen sind unwiderstehlich. Solche Tiere muss sie einfach lieb haben. Einige der abgelichteten Katzen wirken auch ein wenig kämpferisch und gefährlich. Sie erinnern daran , dass sie letztlich Raubtiere sind. Am sympathischsten ist mir allerdings die Mai-Katze. Ihr flauschiges Fell lädt zum Streicheln ein. Ein ganz liebes Mädchen, ganz bestimmt kein Raubtier.


Die Prosatexte stammen aus der Feder von: Max von der Grün, Delio Tessa, Martina Magyari, Stephan Eveling, Axel Eggebrecht, Andrea Simmen, Edith Schreiber-Wicke und Hanne Kusella.


Im Text von Axel Eggebrecht steht u.a. folgender kluger Satz: "Katzen und Dichter sind vielmehr die eigentlichen Realisten. Sie durchschauen den Wahnwitz, die krankhafte Unwirklichkeit der sogenannten Tatsachenwelt. Daher hält man sie für nutzlos, während sie doch unentbehrlich sind: Salz des Daseins, das ohne sie schal schmecken würde."



Rezension: Der kleine Prinz - Kalender 2011- Dumont

Am letzten Samstag habe ich eine Rezension zu dem modernen Märchen "Der kleine Prinz" von Saint-Exupéry verfasst. Dieses Märchen ist seit seiner Erstveröffentlichung im Jahre 1943 in New York in 220 Sprachen übersetzt und über 140 Milllionen Mal gedruckt worden.
Im vorliegenden Kalender kann man die schönsten Illustrationen und Zitate aus dem Buch bewundern. Der Kalender ist so konzepiert, dass man die Seiten aufklappen kann und im oberen Teil jeweils eine hübsche Illustration sieht sowie ein kleines Zitat lesen kann Im unteren Teil dann sind die Tage jeweils eines Monats aufgeführt, mit ausreichendem Platz für kleine Notizen.

Natürlich wurde auch das wohl berühmteste Zitat aus dem Buch nicht vergessen: "Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

Ein gelungener Kalender, nicht nur für Kinderzimmer.

Anbei meine Rezension zum Buch:

Das moderne Märchen "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry las ich vor einigen Jahrzehnten das erste Mal und gestern erneut. Zunächst habe ich mich gut eine Stunde mit den hübschen Illustrationen befasst, die der Hand des Autors entstammen und viel über ihn selbst zu erkennen geben. De Saint-Exupéry hat sich das innere Kind bewahrt und gewährt ihm in diesen Zeichnungen kreativen Freiraum.

Die Geschichte möchte ich nicht wiedergeben, weil sie in vielen Rezensionen und auch bei Wikipedia verkürzt nachzulesen ist. Soviel nur: der Erzähler ist in der Sahara notgelandet, trifft dort auf den kleinen Prinzen, der von einem fernen Astroiden zur Erde gekommen ist, um Freunde zu suchen. Auf dem Weg zur Erde hat er andere Astroiden besucht und dort Menschen, sogar ein Tier kennengelernt, denen allen gemeinsam ihre Einsamkeit ist, die aus unterschiedlichen Gründen die Folge ihres Charakters bzw. Tuns darstellt.

Ich habe mir einige Sätze im Buch unterstrichen, die mich besonders berührten, vielleicht, weil mir in meinem Leben ähnliche Zeitgenossen begegnet sind: "Ich kenne einen Planeten, auf dem ein puterroter Herr haust. Er hat nie den Duft einer Blume geatmet. Er hat nie einen Stern angeschaut. Er hat nie jemand geliebt. Er hat nie etwas anderes als Additionen gemacht. Und den ganzen Tag wiederholt er wie du: Ich bin ein ernsthafter Mann! Und das macht ihn ganz geschwollen vor Hochmut. Aber das ist kein Mensch, das ist ein Schwamm."

Wie oft begegnen uns solche Technokraten, die ganz geschwollen vor Hochmut die Nöte ihrer Mitmenschen, die Schönheit der Natur sowie die Heiterkeit von Kindern nicht sehen und oft Entscheidungen treffen, die andere ins Unglück stürzen, weil ihr Zahlen- und Regelwerk, ihr auswenig gelerntes Wissen für sie das Maß aller Dinge ist und nicht der Mensch? Leider viel zu oft, nicht wahr?

Ein weiterer Gedanke, der mir zwar gefallen hat, den ich aber mit Skepsis betrachte, ist folgender: "Die Autorität beruht vor allem auf Vernunft. Wenn du deinem Volk befiehlst zu marschieren und sich ins Meer zu stürzen, wird es revoltieren."

Dem ersten Teil des Gedankens stimme ich widerspruchslos zu: "Die Autorität beruht vor allem auf Vernunft." Den zweiten Teil stelle ich in Frage, weil die NS-Zeit zeigt, das ein Volk durchaus mittels manipulativer Maßnahmen so weit zu bringen ist, dass es billigend einen totalen Krieg in Kauf nimmt, der den Verlust von allem was ihm etwas bedeutet, zur Folge haben kann.

In jeder Generation ist erneut Aufklärung notwendig, um Rattenfängern keine Chance zu geben und autoritären Handlungsweisen den Boden zu entziehen. Ein Mensch der Autorität besitzt, ist niemals autoritär. Machtmißbrauch ist das Ergebnis einer Schwäche, ist die Folge von Mangel an Persönlichkeit, die die Grundvoraussetzung von wahrer Autorität ist.

An anderer Stelle im Buch lässt der Autor den König eines Astroiden sagen, dass es am Schwersten sei, sich selbst zu richten :"Es ist viel schwerer, sich selbst zu verurteilen, als über andere zu richten. Wenn es Dir gelingt, über dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist du ein wirklich Weiser." Recht hat de Saint-Exupéry. In einer Zeit wie der unseren, in der der Narzissmus Hochkonjunktur hat, gelingt es nur wenigen, eigene Handlungen kritisch zu sehen. Stattdessen wird projeziert bis die Seele und irgendwann schließlich der Körper erkrankt. Herzinfarkt ist eine Folge von vielen. Je eitler ein Mensch ist, um so mehr wird er davon absehen, über sich selbst zu richten.

Nachdenklich stimmte mich die Illustration des Eitlen. Er erinnerte mich an einen Menschen, den ich einst kannte und dem gleichgültig war, welche Freunde er hatte. Hauptsache war, dass sie ihn bewunderten.

Der wichtigste Satz, den ich im Buch fand, las ich auf Seite 93: "Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Leider verschließen immer mehr Menschen ihr Herz und je älter sie werden, um so weniger bereit sind sie, mit dem Herzen zu sehen. So entgeht ihnen vieles, was notwendig ist, um zu zufriedenstellenden Erkenntnissen zu gelangen. Alles bleibt Stückwerk.

Lange habe ich über den Dialog des kleinen Prinzen mit dem Fuchs nachgedacht, der dem Prinzen mitteilt, dass dieser ihn zähmen müsse, damit er für ihn und der Prinz für den Fuchs einzig sei in der Welt. "Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache," sagte der Fuchs. "Es bedeutet sich vertraut machen."

"Sich vertraut machen" haben viel Menschen in unserer schnelllebigen Zeit leider tatsächlich vergessen. Beziehungen werden gewechselt wie die Unterwäsche, das Gegenüber wird nicht mit dem Herzen betrachtet, sondern nur beäugt und taxiert, welchen Nutzen es bringen kann.

Man muss wieder zu staunen beginnen und sich täglich all des Schönen erfreuen, dann ist man auch bereit, mit dem Herzen zu schauen. Die vorliegende Lektüre hilft dabei, nicht zuletzt, weil sie an das Kind, das in jedem Menschen nicht aufgehört hat zu leben, appelliert.

Rezension: DuMonts poetischer Gartenkalender- Christia Brand 2011

Dieser wundervolle Kalender mit mit 12 traumhaften Fotos von Christa Brand begeistert bereits durch das Titelbild. Vor zwei alten Baumstämmen blühen blaue Hortensien, auch eine Lilienart, bewacht von einer steinernen Putte, die durch ihre Fingerhaltung, den Betrachter zum Schweigen ermahnt.


Jedes Kalenderblatt ist  einem Monat vorbehalten. Die Wochentage sind in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache zu lesen. Die Bilder zeigen sehr schöne Gartenblumen, die während der jeweiligen Monaten erblühen.


Im Januar sind die Äste eines Strauches schneebedeckt. Nur rote Hagebutten sorgen für Farbe und erinnern an den Sommer, der schon lange zurückliegt. Es folgt ein Motiv mit einem Blütenmeer von gelben und violetten Krokussen sowie den Frühling einläutenden Schneeglöckchen. Auf dem nächsten Blatt kann man Narzissen und Osterglocken bestaunen. Der Reigen wird fortgesetzt durch Tulpen, dann folgen Primeln und von Juni ab werden vielfarbene Blütenexplosionen gezeigt, die nicht nur Gartenlieber entzücken werden.

Jedes Foto ist ein kleines Kunstwerk, das nicht nur romantische Seelen ansprechen wird.


Den Blumenmotiven sind zwölf schöne lyrische Texte zugeordnet. Diese stammen von: Hans Christian Andersen, Joseph von Eichendorff, Detlev Liliencron, Johann Gaudenz von Salis-Sewis, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Achim von Arnim, Barthold Hinrich Brockes, Joachim Ringelnatz, Rainer Maria Rilke, Ludwig Uhland, Friedrich Nietzsche und Friederike Kempner.

Von allen Motiven spricht mich das Hortensienmotiv am meisten an und keineswegs nur deshalb, weil es vortrefflich mit nachstehendem Gedicht harmoniert, dass dem Kalendermonat September zugeordnet ist:

Blaue Hortensie

So wie das letzte Grün in Farbtiegeln
sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden, die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von der Ferne spiegeln.
Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren
und wie in alten blauen Briefpapieren

ist Gelb in ihnen, Violett und Grau;
Verwaschnes wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.
Doch plötzlich scheint das Blau nicht mehr zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührendes Blaues sich vor Grünem freuen.
(Rainer Maria Rilke)


Das Zusammenspiel von Blütenimpressionen und poetischen Gedanken ist in diesem Kalender gelungen.