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Rezensionion: Adventskalender

"Wo zwanzig Teufel sind, da sind auch hundert Engel" (Martin Luther)

Im letzten Jahr rezensierte ich einen hübschen Adventskalender mit Schokoladeninhalt. Auf Schokolade möchte ich dieses Jahr verzichten. Deshalb rezensiere ich dieses Mal einen Kalender, der mit einem vorweihnachtlichen Motiv des Künstlers Uwe Appold aufwartet. Hinter den Türchen verbirgt sich also nichts für den Gaumen, sondern etwas für den Verstand oder sagen wir besser etwas zum Nachdenken.

Das Motiv des Kalenders interpretiert eines der sieben "Ich- bin-Worte" aus dem Johannesevangelium. "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Das Orange in der Mitte gilt in der Farbsymbolik als die Farbe der Freude und des Festes. Die lila Farbe in den Seitenflügeln ist die liturgische Farbe der Adventszeit.


Auf der Rückseite des Kalenders erläutert Appold seine Kalendergestaltung ausführlich. Der Künstler, zu dessen Vita man auf der Rückseite des Kalenders ebenfalls Einiges erfährt, lebt derzeit in Flensburg.


Um Sie neugierig auf den Kalendertürcheninhalt zu machen, öffne ich zwei der Türchen. "Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen."(Meister Eckart)


Diese Sentenz von Meister Eckart kannte ich so noch nicht, sondern nur etwas abgewandelt in Hermann Hesses "Stufen". Der Nobelpreisträger hat sich demnach in seinem Gedicht auf Meister Eckart bezogen und ihm auf diese Weise die Ehre erwiesen.


Auf der Rückseite des Kalenders erfährt man, dass in jedem Türchen ein inspirierender Text zu finden ist.


Ich habe ein weiteres Türchen geöffnet, um eine Sentenz für die Kopfzeile zu haben.


Ein schöner Adventskalender. Empfehlenswert.



Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.



Rezension Jahreswandel 2011 Uwe Appold Kunstkalender

Dieser Kunstkalender mit 12 Werken des Künstlers Uwe Appold wird im kommenden Jahr an einer Wand gegenüber meinem Schreibtisch hängen und zwar deshalb, weil Appolds Bilder mich sehr inspirieren. Wie man der Rückseite des Kalenders entnehmen kann, hat der Künstler ein Jahr lang einen kleinen Garten beobachtet, der am östlichen Hang der Flensburger Förde verortet ist. Der Maler hat den unterschiedlichen Zustand der Natur im Wandel auf unterschiedlichen Bildschichten nachvollzogen, die als verbindendes Element Erde aus besagtem Garten beinhalten.

Wie man erfährt, folgt der Bilderzyklus bildhauerischen Intentionen "mit der Plastizität des Bildaufbaus, durchgängig pastosem Farbauftrag und konsequent kompositorischen Annäherungen an das Relief". Appold möchte in seinen 12 Bildern die Urkraft der Natur in den 12 Stadionen des Jahreskreislaufs darstellen.

Die Kunstwerke sind Abstraktionen, die mich in der Farb- und Formgestaltung sehr ansprechen. Der Mai, der mir in der Farbwahl besonders gefällt, besticht durch den eingebauten Regenborgen auf der Erde, dem intensiven Grün, Blau und Gelb, das für diesen fruchtbaren Monat steht. Nicht grundlos hat man dieses Bild auch als Deckblatt des Kalenders gewählt. Mein Lieblingsbild ist allerdings die Juli-Impression. Hier zeigt sich der Sommer in seiner ganzen Buntheit. Die Wintermonate finde ich übrigens auch nicht uninterressant, zumal ich hellen Blautönen viel abgewinnen kann.

Die Kalenderbilder sind von hervorragender Qualität. Sie eigenen sich bestens, um die Bilder nach Ablauf des Jahres rahmen zu lassen. Appolds Grünton hat es mir angetan. Es ist der Grünton eines Laubfrosches.

Am unteren Rand der Kalenderblätter sind auf grauem Untergrund in weißer Schrift die Kalendertage aufgezeichnet.